Ihr Riester Check

Riester-Rente & Kindererziehungszeit

Sehr viele junge Eltern stellen mir häufig folgende Fragen:

Grundsätzlich sollte man dabei festhalten, dass keine persönliche Situation der anderen gleicht und die Riester-Rente so individuell wie das Leben selbst ist. Es ist daher sehr ratsam sich einen kompetenten und erfahrenden Vermögensberater/Finanzberater sich zu suchen. Viele Verbraucher sind nämlich mit Ihrer Riester-Rente schon außerhalb der Kindererziehungszeit maßlos überfordert.

Förderberechtigung in der Riester-Rente während der Kindererziehungszeit

Zunächst einmal ist zu sagen, dass Kindererziehungszeit sich direkt auf die gesetzliche Rente rentensteigernd auswirkt. Mütter oder auch Väter, welche zuvor nicht berufstätig waren, sind nach Geburt eines Kindes plötzlich versicherungspflichtige Mitglieder. Wichtig ist dabei, dass auch einer möglichen mittelbaren Förderberechtigung über den Ehepartner während der Kindererziehungszeit eine unmittelbare Förderberechtigung wird, welche dann auch beim Riester-Anbieter gemeldet werden muss.

Leider gibt es noch immer viele Riester-Renten, welche durch mangelnde Betreuung durch den Berater, seit Jahren unangepasst bei Verbrauchern im Versicherungsordner schlummern. Mehrere Millionen Euro an Zulagen sind in den vergangenen Jahren von der zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen zurückgefordert worden.

Kindererziehungszeit in der gesetzlichen Rente

Die Kindererziehungszeit ist eine Art gesetzliche Zeit des Schutzes, in der außergewöhnliche Regelungen zu  Thema „Gesetzliche Rente“ gelten. Durch die Erziehung eines Kindes bekommt man mit dem Geburtsmonat des Kinder 36 Monate Kinderziehungszeit auf das Rentenkonto gebucht, was zu einer Erhöhung der Rentenansprüche sowohl in der gesetzlichen Rentenversicherung und in der Beamtenversorgung führt. Bei der Geburt eines weiteren Kinders während der ersten 36 Monate der Kindererziehungszeit werden die neuen 36  Monate einfach an den bestehenden Zeitraum angehangen. Bei Zwilligen schlagen folglich sechs Jahre als Pflichtbeitragszeit für die Renten zu Buche.

Förderung der Riester-Rente in der Kindererziehungszeit

In der Riester-Rente wird grundsätzlich zwischen den unmittelbar und den mittelbar Förderberechtigten unterschieden. Als unmittelbar förderberechtigt gelten Personen, welche in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sind aber auch Beamte und weitere Personenkreise

Diese finden Sie >>> hier <<<

Ich gebe Ihnen an dieser Stelle gerne mal ein Beispiel, welches die Problematik der Riester-Förderung während der Kindererziehungszeit klar verdeutlicht:

Eine Ehefrau ist nicht selbst berufstätig und verfügt allerdings trotzdem selber über einen Riester-Vertrag der mit dem Mindesteigenbeitrag (in diesem Fall Sockelbeitrag) von 60 Euro monatlich bespart wird. Durch die unmittelbare Berechtigung für Zulagen des Ehemanns (ist selber rentenversicherungspflichtig) erhält sie die volle Grundzulage. Durch die Geburt eines Kindes ändert sich allerdings maßgeblich der Status der Ehefrau, welche die Kindererziehungszeit für sich in Anspruch nimmt. Aus einer mittelbaren wird eine unmittelbare Berechtigung zur Förderung.

In dem Jahr der Geburt muss die Ehefrau in der Kindererziehungszeit jetzt Ihren Vertrag anpassen. Im Dauerzulagenantrag sollte nun unmittelbar förderberechtigt angekreuzt werden. Auch beim Ehemann ergeben sich Änderungen. Während die Jahre zuvor die Grundzulage der Ehefrau sich noch beitragsmindernd in Bezug auf den jährlichen Mindesteigenbeitrag ausgewirkt hat, muss bei gleichem Gehalt jetzt ein höherer Beitrag in die Riester-Rente eingezahlt werden.