Ihr Riester Check

Eigenheimrente - Wohn-RiesterEigenheimrente/Wohnriester – Vorteile – Nachteile

Die letzte und jüngste der fünf Riester-Formen wurde erst im Jahr 2008 mit dem Eigenheimrentengesetz verabschiedet und gilt rückwirkend seit dem 01.01.2008. In dieser Variante profitiert der Riester-Sparer früher als bei den anderen Riester-Formen bereitsweit vor dem Rentenalter von der Förderung der Riester-Rente. Die Förderung durch Zulagen und Steuervorteile ist zwar die selbe, wie auch bei den anderen Varianten, doch der Wohnriester kann bei Kauf, dem Bau bzw. der Finanzierung von selbstgenutzen Wohneigentum genutzt werden.Aber auch eigentumsähnliche bzw. lebenslange Wohnrechte können voll gefördert werden.

Wohnriester – Vorteile

Sicherlich ein großer Vorteil des Wohnriesters ist es, dass bei der Entnahme von Kapital aus einem Förderungskonto für Wohneigentum durch diese Aktion deutlich weniger Zinsen bei der Baufinanzierung anfallen. Mehr Eigenkapital kann auch gleichzeitig einen günstigeren Zinssatz bei den Banken erwirken.

Wohnriester – Nachteile

Viele Sparer, welche sich bereits für eine Wohnriester entschieden haben ist oftmals gar nicht bewußt, welche Beschränkungen und Folgen eingegangen worden sind. Neben der geringeren Rente, da ja kein Rentenvertrag für das Rentenalter abgeschlossen wurde, müssen im Alter sogar noch Steuern gezahlt werden. Denn wie alle anderen der vier Riester-Formen ist auch der Wohnriester im Rentenalter steuerpflichtig. Über diesen Umstand sollte man sich bei Abschluss des Wohnriester bewußt sein.

Diese nachgelagerte Besteuerung wird durch die Eröffnung eines fiktiven Wohnförderkontos realtisiert. Dort werden die Entnahmen, die geförderten Tilgungsleistungen sowie die hierfür gewährten Zulagen gebucht. Für den finanziellen und zinstechnischen Ausgleich des frühzeitig genutzten Altersvorsorgekapitals gegenüber den anderen Riester-Varianten wird das Wohnförderkonto in der Ansparphase am Ende enes jeden Kalenderjahres mit 2 Prozent verzinst.

Auch bei der Wahl der Immobilien gibt es deutliche Einschränkungen. Denn nur inländische Immobilien werden gefördert. Dementsprechend ist der Erwerb einer Immobilie im Ausland nicht möglich. Auch Ferienwohnungen werden nicht gefördert. Nur selbstgenutzte Immobilien, wo der Riester-Sparer auch seinen Hauptwohnsitz inne hat, werden staatlich bezuschusst. Das Kapital eines Wohnriester kann nicht für die Renovierung oder den Umbau in eine altersgerechte Wohnung verwendet werden.

Mit der größe Nachteil liegt in der fehlenden Flexibilität des Wohnriester. Denn wird die durch die Riester-Rente geförderte Immobilie verkauft oder vermietet, ist der noch nicht versteuerte Anteil der Förderung zurückzuzahlen.

Auch bei den Abschlusskosten sowie den Verwaltungskosten kommt der Wohnriester nicht an die schlanken Kostenstrukturen des Fondssparplan oder des Banksparplan heran.