Mit der Einführung der Riester-Rente im Jahr 2002 wurde auch für Millionen von Deutsche ein Vorsorgeprodukt gestartet, welches es in dieser Komplexität nicht mal annähernd gab. Die Deutschen waren das starre Konstrukt der Lebensversicherung seit mehreren Jahrzehnten gewohnt, welches wenig Aufwand nach Abschluss des Vertrages einem jedem machte. Einmal abgeschlossen wurden diese Verträge maximal durch eine Dynamikanpassung verändert und der größte Aufwand, rein administrativ, war das wegheften der jährlichen Mitteilung seitens des Versicherungsunternehmens.

Die staatliche Förderung der Riester-Rente überforderte demnach fast jeden. Mittlerweile gibt es sogar schon fünf unterschiedliche Riester-Formen. Jährlich Zulagen beantragen, Förderberechtigung kontrollieren und Steuervorteile über die Einkommenssteuererklärung einfordern. Hunderte Millionen Euro an staatlichen Zulagen gingen Jahr für Jahr durch Nichtbeantragung verloren. Erst mit der Einführung des sogenannten Dauerzulagenantrags wurde diese Praxis für die Verbraucher ein wenig vereinfacht und die Nutzung der Förderung erhöhte sich deutlich.

Doch ein Dauerzulagenantrag schützt auch heute nicht vor der fehlerhaften Beantragung von Zulagen und dessen Ablehnung durch die zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZFA). Jahr für Jahr sollte jeder Riester-Sparer kontrollieren, ob der Dauerzulagenantrag noch dem Status Quo wiederspiegelt. Aus einer mittelbaren Förderberechtigung kann eine unmittelbare werden, Kinder können zwischenzeitlich geboren worden sein und viele weitere Änderungen in der Lebenssituation können sich ergeben haben.

Jedoch kann man sich dies alles sparen, wenn man einen kompetenten und nachhaltigen Berater an seiner Seite hat. Jährlich sollten Zulagenanträge geprüft werden und die rentenversicherungspflichtigen Einkommen der Vorjahre müssen mit dem aktuellen Beitrag verglichen werden um nicht mehr oder wenig zu zahlen.