Ihr Riester Check

Riester-Rente & Kinderzulage – Hohe Förderung des Staates

Die Förderung der Riester-Rente durch Zulagen stellt die wohl mit weitem Abstand wichtigste staatliche Maßnahme zur Verbesserung der Alterseinkünftige der Deutschen im Rentenbezug dar. Besonders Familien werden in der Riester-Rente stark durch die Kinderzulage gefördert.

Wer erhält die Kinderzulage in der Riester-Rente?

Ein Anspruch auf die Kinderzulage besteht für jedes Kind, für welches im Kalenderjahr mindestens ein Monat ein Anspruch auf Kindergeld vorhanden ist. Bei verheirateten Eltern steht diese Kinderzulage der Riester-Rente grundsätzlich immer der Mutter zu, welche diese aber auch auf besonderen Antrag auf den Vater des Kindes übertragen kann. Sind die Eltern des Kindes nicht mehr vereiratet oder waren auch nie verheiratet, bekommt derjenige die Kinderzulage, welcher der Kindergeldempfänger ist.

Die Höhe der Kinderzulage richtet sich nach dem Geburtsdatum des Kindes. Für alle Kinder, welche vor dem 01. Januar 2008 geboren sind, bekommt der/die Zulagenberechtigte eine Riester-Kinderzulage in Höhe von 185 Euro pro Jahr. Für alle ab 2008 geborenen Kinder erhöht sich die Kinderzulage in der Riester-Rente sogar auf jährlichen Betrag von 300 Euro.

Warum man mit der Kinderzulage Förderquoten bei Riester von über 80 Prozent erreichen kann!?!

Durch die Tatsache, dass die Kinderzulage, genau wie auch die Grundzulage, den Mindesteigenbeitrag reduziert, werden in bestimmten familiären Situationen Förderquoten von über 80 Prozent erreicht. Als Beispiel möchte ich Ihnen mal einen Fall aus meiner Mandantschaft geben.

Beispiel aus der Mandantschaft:

Meine Mandantin ist verheiratet und kümmert sich primär um die Erziehung ihrer drei Kinder. Da der Ehemann bereits Vorsorge über eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) nutzt, haben wir diesen in das Konzept der Riester-Rente gar nicht erst mit eingeschlossen. Es ging von daher nur um die Altersvorsoge der Ehefrau durch Riester-Rente und Kinderzulage. Für die ältere Tochter (9 Jahre) erhält meine Mandantin ein Kinderzulage von 185 Euro, welche jährlich neben der Grundzulage von 154 Euro in die Riester-Rente fliessen. Für die jüngeren Zwillinge (beide 4 Jahre alt) kommen noch weitere 600 Euro an Kinderzulage hinzu. Da meine Mandantin einen Halbtagsjob als Altenpflegerin ausübt und jährlich ein rentenversicherungspflichtiges Brutto von 13.000 Euro verdient kommt es zu folgender Berechnung des Mindesteigenbeitrags:

13.000 Euro (Brutto) x 4 Prozent – (1 x 154 Grundzulage) – (1 x 185 Euro Kinderzulage) – (2 x 300 Euro Kinderzulage) = 419 Euro (negativ)

Da ein negativer Mindesteigenbeitrag nicht funktioniert und mindestens der Sockelbeitrag von 60 Euro pro Jahr in die Riester-Rente eingezahlt werden muss ergibt sich eine Förderquote von grandiosen 83 Prozent durch den deutschen Staat.

Fazit: Von jedem Euro, welcher in die Riester-Rente und somit in ihre Vorsorge für das Rentenalter fließt, zahlt meine Mandantin, unterstützt durch die tolle Hilfe der Kinderzulage, lediglich lächerliche 17 Cent aus dem eigenen Geldbeutel!